Vonovia dämpft Gewinnerwartung und kürzt Projektentwicklungen
Vonovia senkt seine Gewinnerwartungen wegen höherer Finanzierungskosten, verlangsamten Wohnungsvertriebs und geringeren Mietsteigerungen. Für 2026 rechnet der Vorstand mit einem Mietwachstum von 3,8 statt 4 % und einem bereinigten Vorsteuerergebnis am unteren Ende der Prognosespanne von 1,9 bis 2,0 Mrd. Euro. Im kommenden Jahr sieht man keine Gewinnsteigerung, sondern ein gleichbleibendes Niveau. Ursachen sind geringere Investitionsvolumina (insbesondere im Development-to-Hold), die etwas geringere Erhöhung von Mietspiegeln sowie die Zurückhaltung von Wohnungskäufern wegen der gestiegenen Zinsen. Das höhere Zinsniveau beeinflusst zugleich das Finanzergebnis des Unternehmens negativ. "Unsere Antworten darauf sind strengere Renditeanforderungen an unsere Investitionen, eine strategische Überprüfung unseres Development-Geschäfts und ein klarer Fokus auf Liquiditätssicherung und anhaltende Bilanzstärkung", sagt CEO Luka Mucic. Neue Manage-to-Green-Investitionen werden ausgesetzt und Development-to-Hold-Projekte reduziert. Angesichts des Zinsanstiegs erwartet Vonovia zudem, dass die Erholung der Immobilienwerte im Unternehmensportfolio erstmal vorbei ist. Das Ziel eines LTV von 40 % bleibt unverändert, allerdings hält man es für schwierig, dies wie bisher geplant 2028 zu erreichen.
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