Hochtief: Verlust wegen Leighton in H1 – Prognose bestätigt
Die australische Tochter Leighton hat Hochtief nach dem 1. Quartal nun auch die Halbjahreszahlen verhagelt. Die ersten sechs Monate schließt der Baukonzern mit einem Konzernergebnis von -155,6 Mio. Euro ab (H1 2010: +88,1 Mio. Euro). Das Vorsteuerergebnis liegt mit -434,6 Mio. Euro fast eine Dreiviertel-Milliarde unter dem Wert des Vorjahres (+301,6 Mio. Euro). Weitere Verluste bei zwei Großprojekten von Leighton und Abwertungen bei einer Leighton-Tochter im 2. Quartal trugen dazu bei. Operativ sieht sich Hochtief aber auf einem guten Weg: Der Auftragsbestand stieg um 11,1 % auf rd. 47 Mrd. Euro, die Umsatzerlöse legten um 8,9 % zu. Die Europa-Sparte bescherte Hochtief im 1. Halbjahr einen Vorsteuergewinn von 41,3 Mio. Euro (H1 2010: 16,6 Mio. Euro), wozu auch das Projektentwicklungsgeschäft mit Verkäufen in Höhe von 482 Mio. Euro beitrug. Für das Gesamtjahr bestätigt Hochtief die Prognose, die nach dem 1. Quartal gesenkt worden war, und erwartet Umsätze auf Vorjahresniveau, einen höheren Nachsteuergewinn als 2010 und ein halbiertes Vorsteuerergebnis.
TD Morning News abonnieren
Melden Sie sich für die TD Morning News an und erhalten Sie täglich einen kostenlosen Auszug aus unseren Branchennachrichten.