Wohnungsportfolios: Höchstes Transaktionsvolumen seit drei Jahren
Der Run auf Wohnimmobilienportfolios steigerte das Transaktionsvolumen bis Mitte Dezember auf 5,5 Mrd. Euro – so viel wie seit drei Jahren nicht mehr. Bis Jahresende werden laut Jones Lang LaSalle (JLL) noch 200 Mio. Euro hinzu kommen. Im Vorjahr waren nur 3,1 Mrd. Euro erzielt worden. Fast 60 % des Investmentvolumens entfielen 2011 auf deutsche Investoren. Der größte Deal des Jahres nach Wohneinheiten war der Börsengang der Berliner GSW Immobilien, der den Eigentümern Cerberus und Goldman Sachs bereits 633,4 Mio. Euro für knapp 50.000 Berliner Wohnungen in die Kassen spülte. Die meisten Wohneinheiten in insgesamt 45 Portfolioverkäufen wurden in Berlin gehandelt. Mit 2,3 Mrd. Euro beträgt der Anteil ca. 45 % des gesamten Transaktionsvolumens. Während in der Hauptstadt durchschnittlich ca. 1.000 Euro/m² Wohnfläche bezahlt wurden, erreichten die Preise im Mittel in Hamburg 1.440 Euro/m² und im Münchener Raum sogar fast 1.700 Euro/m². Entsprechend unterschiedlich gestaltet sich auch die Höhe der Bruttorenditen: In Berlin liegen sie bei etwa 7,5 %, in Hamburg bei knapp 6 % und in München bei deutlich weniger als 5 %. Wechseln 2012 die Wohnungen von LBBW (21.000), BayernLB (33.000), TLG Immobilien (11.500) und anderen Großtransaktionen die Eigentümer, erwartet JLL ein ähnliches Niveau wie in diesem Jahr.
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