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Leipzig: Massenhaft Verstöße beim Verkauf von „herrenlosen“ Grundstücken?

Die Stadt Leipzig hat in den vergangenen Jahren offenbar Hunderte Liegenschaften verkauft, bei denen laut Zeitungsberichten die Eigentümerverhältnisse nicht ausreichend geklärt waren. Wie der „Spiegel“, die „Süddeutsche Zeitung“ und „Bild“ unter Berufung auf einen geheimen Bericht des städtischen Rechnungsprüfungsamts (RPA) schreiben, sollen seit Mitte der 1990er mindestens 411 als „herrenlos“ deklarierte Häuser und Grundstücke veräußert worden sein, ohne dass zuvor gründlich nach etwaigen Eigentümern gesucht worden sei. In mehr als 560 von über 700 durch das RPA untersuchten Fällen fänden sich in den Akten keine Hinweise auf Recherchen des Rechtsamts, das zudem Honare für Leistungen angewiesen hätte, die nicht erbracht worden seien. Darüber hinaus wurden die Grundstücke in kurzer Zeit für ein Vielfaches weiterverkauft. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat inzwischen eingeräumt, dass „seine Mitarbeiter in wenigstens 157 Fällen zumindest fahrlässig mit fremdem Eigentum zockten“, so der „Spiegel“. Ein Untersuchungsausschuss im Sächsischen Landtag soll nun klären, ob es sich um Schlamperei oder systematisches Vorgehen handelt.

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