Sanierungs-AfA: Baden-Württemberg versucht Wiederbelebung
Die baden-württembergische Landesregierung will die schon totgesagten Pläne von Bund und Ländern zur steuerlichen Absetzbarkeit von Gebäudesanierungen retten. Landesfinanzminister Nils Schmid (SPD) und Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) legten gestern einen Kompromissvorschlag vor, wonach man auf dem letzten gescheiterten Einigungsversuch vom Juni aufbaut, die Lastenverteilung aber anders gestaltet. Demnach würde der Zeitraum, in welchem Wohnungseigentümer Förderanträge für Sanierungsmaßnahmen stellen können, auf fünf Jahre begrenzt. Die Höhe des Abschreibungssatzes wäre Gegenstand von Bund-Länder-Verhandlungen, teilte das Finanzministerium in Stuttgart auf Nachfrage mit. Baden-Württemberg hat derzeit den Vorsitz im Bundesrat. Kalkuliert wird mit einem jährlichen Fördervolumen von 1 Mrd. Euro. Der Bund würde insgesamt um 1 Mrd. Euro weniger belastet als ursprünglich vorgesehen. Diese Summe soll der Bund über 15 Jahre an die Länder weitergeben, also rd. 70 Mio. Euro jährlich, und zwar über ein neues Programm zur Förderung der energetischen Sanierung von Universitäten, Kliniken, Gefängnissen und Verwaltungsgebäuden.
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