Wohnungsmarkt: Laut Studie fehlen 2,5 Mio. Senioren-Wohnungen

Der deutsche Wohnungsmarkt ist auf den demografischen Wandel nur ungenügend vorbereitet. Laut einer aktuellen Studie des Pestel-Instituts müssen in den kommenden Jahren 2,5 Mio. seniorengerechte Wohnungen gebaut werden. Die Gesamtinvestition beziffern die Researcher auf 39 Mrd. Euro. Sie fordern vom Bund, in den nächs­ten acht Jah­ren je­weils 540 Mio. Euro an För­der­mit­teln für den Umbau von Bestandswohnungen bereitzustellen. Ohne diese Investitionen rechnen die Wissenschaftler bis 2035 mit einem Anstieg der Pflegekosten um 50 % auf 33 Mrd. Euro und einem Anstieg der Sozialleistungen um rd. 25,4 Mrd. Euro. Während für die stationäre Pflege jedes Jahr Mehrkosten von rd. 7.200 Euro gegenüber der ambulanten Pflege anfielen, koste der Umbau zur barrierearmen Wohnung im Schnitt einmalig 15.600 Euro. „Rein wirtschaftlich betrachtet, lohnt es sich also, in das altersgerechte Bauen und Sanieren zu investieren“, stellt Studienleiter Matthias Günther fest.

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