Wohn-Indizes zeigen Ende des Preisbooms an

Die Zeit der großen Preissteigerungen bei deutschen Wohnungen ist offenbar vorbei. Darauf deutet sowohl die aktuelle Ausgabe des empirica-Index als auch der umfragebasierte Wohninvestment-Index AWI von Aengevelt hin. Bei den Mieten geht es empirica zufolge nach der Stagnation im Vorquartal auch im 3. Quartal nicht mehr signifikant nach oben. „Von regionalen Nachbeben abgesehen dürfte der aktuelle Mieten-Zyklus damit seinen Höhepunkt überschritten haben“, schreibt das Forschungsinstitut. Die Angebotsmieten für neue Wohnungen stiegen bundesweit nur leicht um 0,5 %. Die inserierten Kaufpreise haben gegenüber den Mieten noch Nachholbedarf, aber auch hier sind laut empirica „keine erdrutschartigen Veränderungen“ mehr zu erwarten. Der AWI-Index war im vorigen Quartal erstmals gefallen und hat nun erneut nachgegeben. Besonders in guten Lagen hat sich dabei der rückläufige Trend bestätigt. „Hinsichtlich weiterer überdurchschnittlicher Miet- und Kaufpreissteigerungen haben gute Wohnlagen ihren Zenit damit zu Jahresbeginn überschritten“, sagt Markus Schmidt, Researchleiter bei Aengevelt.

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