Geschlossene Fonds: Anleger investierten 2007 weniger, aber internationaler
Im vergangenen Jahr investierten Anleger 4,5 Mrd. Euro Eigenkapital in geschlossene Immobilienfonds – rd. 9 % weniger als 2006. Dies ist ein Ergebnis der „Gesamtmarktstudie der Beteiligungsmodelle 2008“, die dieses Jahr erstmals von der Feri Rating & Research AG herausgegeben, aber noch von Stefan Lopfinger erstellt wurde. In Fonds mit deutschen Objekten flossen dabei nur noch 1,27 Mrd. Euro (2006: 2,13 Mrd. Euro), was einem Anteil von 28,2 % an der Gesamtsumme entspricht. Das in geschlossene US-Fonds investierte EK blieb trotz der Subprime-Krise nahezu konstant, mit 1,03 Mrd. Euro in 2007 gegenüber 1,06 Mrd. Euro im Vorjahr. Einen Aufschwung verzeichneten Fonds, die in die Märkte Asiens, Osteuropas und Lateinamerikas investierten; für solche Fonds wurden 1,56 Mrd. Euro EK eingesammelt. Dabei zeigte sich insbesondere bei Asienfonds der Trend zu Blind Pools und zu Projektentwicklungen. Einen weiteren Trend machte die Studie in der Zunahme opportunistischer Investments aus: Auf diese erstmals in der Studie erfasste Kategorie entfielen rd. 28 % der Fonds. Insgesamt konnten Fondsanleger im vergangenen Jahr zwischen Investitionen in 23 Ländern wählen. Noch im Jahr 1997 investierten dagegen 98 % der geschlossenen Auslandsimmobilienfonds in den USA oder in Holland.
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