Schuldenschnitt von 54 % für besicherte Heta-Anleihen
Der schon lange debattierte Haircut für die Heta (Ex Hypo-Alpe-Adria) ist am Sonntag gekommen. Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA verfügte, dass die Inhaber von besicherten Anleihen auf knapp 54 % ihrer Forderungen verzichten müssen. Die Laufzeiten der ausstehenden Anleihen werden bis 2023 verlängert, Zinszahlungen seit März 2015 entfallen. Unbesicherte Anleihen verlieren ihren Wert vollständig. Insgesamt blieb Heta seinen Gläubigern 11,2 Mrd. Euro schuldig. Für die verbleibenden 6 Mrd. Euro müssen sich die Investoren nun an das Bundesland Kärnten wenden, dem die frühere Landesbank einst gehörte. Das Bundesland stellt die Haftung in Frage. Österreichische Medien erwarten eine außergerichtliche Einigung, da die Gläubiger – im Wesentlichen deutsche Banken und Versicherungen – an jahrelangen Rechtsstreitigkeiten nicht interessiert seien und ohnehin bereits die Hälfte der Heta-Forderungen abgeschrieben hätten.
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