Scope: Zinsanstieg träfe vor allem deutsche Wohnunternehmen
Weil die Werte von deutschen Wohnimmobilien steigen, können viele Wohnungsunternehmen derzeit zusätzliches Fremdkapital aufnehmen, ohne dass ihr Verschuldungsgrad steigt. Gemessen am Cashflow ist die Verschuldung aber zuletzt leicht gestiegen, berichtet die Ratinagentur Scope. Derzeit überschreitet die Schuldenquote der Branche das 12-Fache des operativen Ergebnisses, während der Durchschnitt aller europäischen Immobilienunternehmen nur beim 8-Fachen liegt. Die Wohnungsunternehmen sind nach Ansicht von Scope relativ anfällig für Zinssteigerungen: Ein Zinsanstieg von 1 % würde bei der derzeitigen Schuldenquote 10 % des operativen Ergebnisses kosten. Zudem würden steigende Zinsen die Immobilienpreise drücken, weil andere Anlageklassen attraktiver und Finanzierungen für den Kauf von Immobilien teurer werden. Die Bestände der Wohnimmobilienfirmen würden dann im Wert sinken – und die Schuldenquote automatisch steigen. Dies würde die Bonität der Firmen drücken und ihre Kapitalkosten somit erhöhen.
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