Investmentmarkt Europa: Transaktionsvolumen auf niedrigstem Stand seit 2003
Jones Lang LaSalle (JLL) rechnet für das erste Halbjahr 2008 mit einem Rückgang des Transaktionsvolumens auf den gewerblichen Immobilienmärkten Europas um 44 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Kreditkrise habe die Marktaktivitäten auf das niedrigste Niveau seit 2003 gedrückt, heißt es. In den ersten sechs Monaten ergebe sich voraussichtlich ein Volumen von 69 Mrd. Euro. Für Großbritannien, Deutschland und Frankreich erwartet JLL bis zur Jahresmitte ein Volumen von 35 Mrd. Euro, einen Rückgang von 60 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Deutschland könnte, nach 8 Mrd. Euro in den ersten drei Monaten, das Transaktionsvolumen im 2. Quartal auf 3 – 4 Mrd. Euro zurückgehen. „Wir gehen mittlerweile davon aus, dass das Gesamtvolumen 2008 um ca. 45 % unter den 244 Mrd. Euro des Vorjahres liegen wird“, sagt Tony Horrell, Leiter Capital Markets Europe bei JLL. Die Preise würden auf allen Märkten und in allen Bereichen weitere Korrekturen erfahren. „Da die Finanzkrise sich langsam auch auf die reale Wirtschaft auswirkt und das Vertrauen beeinträchtigt, gehen wir davon aus, dass sich in der zweiten Jahreshälfte dann auch die Schwächung der Nutzermärkte deutlicher zeigen wird, da die Fundamentaldaten unter Druck geraten werden“, ergänzt JLL-Researcher Nigel Roberts.
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