Woolworth: Hoffnung für bis zu 160 Standorte
Die insolvente Kaufhauskette Woolworth wird möglicherweise mit weit weniger als der Hälfte der Filialen fortgeführt. Das aktuelle Konzept von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann sehe vor, 120 bis 160 Standorte zu erhalten, sagte ein Sprecher von Hermann THOMAS DAILY. Vor dem Aus stehen damit 150 bis 190 Filialen der Kette, die 311 Geschäfte umfasst. Als überlebensfähig gelten mittelgroße Filialen mit 900 bis 1.600 m² und etwa 30 Mitarbeitern. Schließen sollen dem Sprecher zufolge vor allem kleinere Häuser mit 400 bis 900 m² Verkaufsfläche in kleineren Städten. Bei diesen sei der logistische Aufwand, gemessen am Umsatz, zu groß. Ebenfalls gefährdet seien besonders große Häuser mit bis zu 2.500 m² Verkaufsfläche. Damit die Kaufhauskette überhaupt eine Zukunft hat, müssen dem Sprecher zufolge auch „die Vermieter mitspielen“. Dies bedeute aber nicht unbedingt, dass die Mieten deutlich gesenkt werden müssten. Bei der Neuverhandlung der Mietverträge werde Woolworth „marktübliche Mieten“ akzeptieren. Von den 311 Filialen gehören 110 dem US-Finanzinvestor Cerberus, der Rest befindet sich in Streubesitz.
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