Hertie: Gesamtbetriebsrat übt harsche Kritik an Eigentümer
Der Gesamtbetriebsrat der insolventen Warenhauskette Hertie wirft den Eigentümern, den miteinander verbundenen Investoren Dawnay Day und MABV, vor, ein Gesamtkonzept und damit die Rettung des Unternehmens verhindert zu haben. Ein „falsches Spiel“ habe auch die vermittelnde Deutsche Bank, die einst die Übernahme finanziert und anschließend ihre Forderungen verbrieft und weiter verkauft hatte, gespielt. Die Vorwürfe richten sich vor allem gegen die Art und Weise der Verhandlungsführung. Eine mit den Eigentümern, Vertretern von Kommunen, Arbeitnehmervertretern, Insolvenzverwaltern und Investoren geplante Gesprächsrunde habe ohne den chinesischen Investor, der das Unternehmen im Gesamtpaket erhalten wollte, getagt. Auch Arbeitnehmervertreter sowie die Insolvenzverwalter seien nicht geladen bzw. im Nachgang wieder ausgeladen worden. Die Eigentümer hatten schon häufiger angekündigt, eine Einzelvermarktung der meist in den Stadtzentren gelegenen Kaufhäuser zu bevorzugen. Bei den noch geöffneten 54 Hertie-Filialen, die voraussichtlich Ende Juli schließen, hat auf Beschluss der Gläubigerversammlung inzwischen der Ausverkauf begonnen.
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