Hertie: Bis Ende nächster Woche alle Häuser geschlossen
Bei 22 Häusern der insolventen Warenhauskette Hertie gingen am Wochenende endgültig die Lichter aus, die restlichen 29 sollen bis Ende nächster Woche folgen. „Leider waren wir am Ende nur ein Spielball der Interessen von Banken, Immobilieneigentümern und Politikern“, stellte Gesamtbetriebsrat Bernd Horn fest. Die Finanzkrise, ein ausgeprägtes Missmanagement und viele Altlasten aus der Karstadt-Ära hätten dafür gesorgt, dass es für die Hertie-Häuser keine Rettung gegeben habe. Die 2.600 Mitarbeiter würden nicht nur arbeitslos, sondern bekämen auch keine Abfindungen oder sonstigen Ausgleichsleistungen. Dies hatte ein Unternehmenssprecher schon Anfang vergangener Woche angekündigt. Ob die Mitarbeiter spätere Zahlungen aus der Insolvenzmasse erhalten, sei ungewiss. Hertie hatte im Juli 2008 Insolvenz angemeldet. Ein knappes Jahr später beschloss die Gläubigerversammlung die Schließung aller Filialen.
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