HSH Nordbank: Nonnenmacher gerät weiter unter Druck
Die HSH Nordbank und ihr Vorstandschef Dirk Nonnenmacher geraten erneut unter Druck. Ein Kreditersatzgeschäft, das der Bank zwischenzeitlich einen Verlust von 500 Mio. Euro einbrachte, soll zum einen von Nonnenmacher genehmigt und zudem an der Bankenaufsicht Bafin vorbei abgewickelt worden sein. Konkret geht es um den Verkauf von Risiken aus Immobilienkrediten in Höhe von 7 Mrd. Euro Ende 2007. Einer der Vertragspartner, die französische Großbank BNP Paribas, bestand auf ein Gegengeschäft mit sehr komplexen Kreditverbriefungen, das unter dem Titel „Omega“ abgewickelt wurde. Die HSH habe das Geschäft jedoch als klassischen Kredit verbucht und die Bafin nicht informiert. Der Vorgang ist nach Informationen des NDR von Nonnenmacher, damals Risikovorstand, und seinem heutigen Stellvertreter Peter Rieck genehmigt worden. Bisher hatte die Bank den damaligen Leiter der Londoner Niederlassung, Luis Marti-Sanchez, für das Bilanzmanöver verantwortlich gemacht. Der Aufsichtsrat hatte Nonnenmacher noch Ende Juni offiziell das uneingeschränkte Vertrauen ausgesprochen.
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